hübsch häßlich

November 18, 2007

Der brave Moslem und seine Freunde

Gespeichert unter: Fanatiker, Jens von Wichtingen, Stefan Herre — dmytrykv @ 1:11 Uhr nachmittags

Als ich neulich mal wieder eine Moslemmeldung las, fragte ich mich: Wer ist “Muhabbet”?

Vielleicht ein verkleideter Neo-Nazi? Jens von Wichtingen oder Stefan Herre? Jedenfalls war Frank Walter Steinmeiers ätzende Fratze in diesem Zusammenhang zu sehen, was mein Desinteresse erklären mag. Bedauerlicherweise kommt man nicht völlig an solch unwichtigen Dingen vorbei, da die Medien es einem immer wieder vorsetzen, wenn sie sich erstmal auf ein Thema eingeschossen haben.

Die Details kenne ich nach wie vor nicht, sie interessieren mich auch gar nicht. Mich interessiert mehr das übliche Drumherum, weil das viel faszinierender ist - Schwachköpfe, die auf den fahrenden Zug aufzuspringen versuchen: Fanatiker und andere armselige Irre.

Hier haben wir einen Kunstmoslemblog, der diesen Türken (?), Moslem (?), Ausländer (?) Muhabbet vor den bösen christlichen Medien beschützen, dort haben wir den Neo-Nazi, der den bösen Muhabbetmoslem den christlichen Lesern zum Fraß vorwerfen will.

Nachdem sich der debil dreinschauende Stefan Herre offenbar in diese Rap-Dumpfbacke Muhabbet verliebt hat, widmet er sich ihm jetzt verstärkt und deckt auf, daß die “faschistischen Grauen Wölfe” Fans von diesem seien. Was irritiert: Wieso diese distanzierten Worte gegen die Grauen Wölfe? Stefan Herre müßte sich doch selbst gerade mit ihnen identifizieren können?

Naja, vielleicht hat der “ausgestiegene” (ausgeschiedene?) Jens von Braun Wichtingen ja nur wieder mal schlecht übersetzt …

Übrigens habe ich dieser Tage eine Email aus Japan mit einer Anfrage über Herrn von Wichtingen bekommen. Das ist viel interessanter als irgendsoein dahergerappter Rapper.

Bei dieser Gelegenheit frage ich mich gerade, was der vom “warmherzigen” Stefan Herre verstoßene Ramon Schack eigentlich gerade treibt?

November 13, 2007

Moslemwahn

Gespeichert unter: Fanatiker, Jens von Wichtingen, Stefan Herre — dmytrykv @ 9:22 Uhr nachmittags

Wenn man denkt, dümmer geht’s nimmer, dann kommt einer und setzt noch eins drauf:

Dieser Comic ist das Beste, was Deutschland gegen den Islamisus  aufzubieten hat.

Könnte doch glatt von Stefan Herre sein. Jens von Wichtingen, übernehmen Sie (die Übersetzung)!

November 11, 2007

Und willst du nicht mein Freund sein …

Gespeichert unter: Fanatiker, Jens von Wichtingen, Stefan Herre — dmytrykv @ 3:29 Uhr nachmittags

… so bist du mein Feind!

Nachdem ja nun Jens von Wichtingen die Selbsträcher unter ihren Führer Stefan Herre angeblich verlassen hat und deswegen von den Selbstgerechten heftig mit Respekt umworben wird, hatte ich gestern mal die Kommentarfunktion eingeschaltet, um einfach mal zu sehen, was die Leute so zu sagen haben.

Keine Überraschungen: die üblichen Morddrohungen der braunen Schwachsinnigen aus dem Lager der Selbsträcher und die üblichen dümmlichen Beleidigtensprüche aus dem Lager der Kunstmoslems. Oder war’s umgekehrt? Egal, Fanatiker sind eh alle gleich.

Rührend fand ich insbesondere einen “Kommentar”, der mir versicherte, man hätte bereits eine Unterstützerwelle wegen der Schließung des alten Blogs organisiert gehabt, aber jetzt wolle man mir nicht mehr helfen, weil ich die moslemische (?) Bewegung “verraten” hätte. (Seltsam, ich kann mich gar nicht erinnern, jemals bei den Selbstgerechten Mitglied gewesen zu sein …)
Bin ich jetzt so eine Art “von Wichtingen”?

Das hat mich natürlich tief betroffen gemacht, schließlich gab es die letzten Betroffenheits-Lichterketten ja vor bestimmt 15 Jahren …

Ich werde jetzt ganz traurig sein.

November 10, 2007

Eine neue Freundschaft

Gespeichert unter: Jens von Wichtingen, Stefan Herre — dmytrykv @ 7:41 Uhr vormittags

Gestern noch erbitterte Feinde, heute echte Freunde:

Manchmal kann es nützlich sein, sich als Schwuler zu outen. Nachdem noch vor kurzem der Co-Autor” der Hasspredigerseite “Politically Incorrect” Jens von Wichtingen den Schaumschläger Ramon Schack mit Drohungen überschüttete, überschütten sich die beiden nun mit Freundschaftsbekundungen, daß einem Olaf von Beust schon fast wie der keusche Papst vorkommt.

Hätten sich die beiden mal früher gegenseitig geoutet, wäre es sicher gar nicht erst zu den unerfreulichen und unproduktiven Oralmetzeleien gekommen. Vielleicht könnte von Wichtingen seinen neuen Freund einmal nach Kapstadt einladen, um auch die letzten zugefügten Verletzungen vernarben zu lassen. Es ist schön anzusehen, wie aus erbitterten schwulen Feinden jetzt schwule Freunde werden. Man fragt sich jetzt unwillkürlich, warum von Wichtingen sich eigentlich jahrelang für Hass und Hetze bei Stefan Herres PI engagiert hat.

Vielleicht hatte von Wichtingen in seinem bisherigen Leben keine Liebe von Eltern und Freunden erfahren. Der berühmte Selbsthass also. Gibt ihm dies aber das Recht, jahrelang Hass gegen andere zu predigen?

Deutsche Fanatiker

Gespeichert unter: Fanatiker, Jens von Wichtingen, Stefan Herre — dmytrykv @ 6:16 Uhr vormittags

Menschen sind die vermutlich bizarrsten Lebewesen auf dieser Welt.
Vielleicht weil sie zur Kunst fähig sind.

Genausowenig wie man religiöse, aber auch politische Hassprediger begreifen kann, so habe ich auch Probleme, solche künstlichen „Moslems“ zu verstehen. Kunstmoslems, möchte ich sie mal nennen. Diese selbsternannten Kämpfer für die gerechte Sache (nämlich der Freiheit zur islamischen Religionsausübung) kommen mir mehr als seltsam vor. Einerseits verteidigen sie den Islam als friedfertige Religion (Eine solche gibt es m.E. nicht – alle Religionen sind qua ihres geistigen Herrschaftsanspruches gewaltsam.) als so genannte „Dhimmies“, andererseits faseln sie alle Nase lang irgendwelche arabischen bzw. islamischen Gebetssprüche von sich.

Keiner derjenigen Moslems, die ich persönlich kenne, haben derlei fanatische Züge, dass sie ständig den Koran aufsagen würden. Nur einer von ihnen hat überhaupt schon mal eine Moschee in seinem Leben betreten. Zwei fasten alle paar Jahre einmal, wobei ich den Eindruck habe, dass es ihnen dabei in erster Linie um Diät geht …

Und keiner von ihnen möchte sich vor den Karren eines (Ex-)Christen spannen lassen, um als „guter“ oder „böser“ Moslem missbraucht zu werden. Und alle betrachten diese „runden Tische“ und „Islamgipfel“ in Deutschland mit großem Misstrauen – zu recht, denn die dort von Dr. Seltsam Schäuble eingeladenen „Vertreter“ hat niemand von ihnen gewählt oder ernannt, geschweige denn kennt sie. Das ist in etwa so, als würde ich in meiner Freizeit ein Blog betreiben und eines Tages taucht jemand auf, der sich als Präsident der Blogger bezeichnet und angeblich für mich spricht. Sowas ist für mich Stefan Herre-Denke, der sich in feuchten Träumen wälzt.

Wir erraten es: Es sind natürlich wieder die „besseren“ Moslems, d.h. Deutsche, die zum Islam konvertierten, weswegen auch immer. So wie der Deutsche natürlich die bessere Pizza produziert, so übt er natürlich auch den Islam besser aus. Das geht dann sogar so weit, dass sich eine junge deutsche Frau ein Kopftuch aufsetzt, obwohl dies angeblich nirgends im Koran zu finden ist. Aber wie wir ja wissen, basteln sich alle religiösen Fanatiker gerne ihre eigenen Interpretationen aus ihren jeweiligen Heiligen Schriften.

Wie erwähnt, machte mich die seltsame Reaktion beider Seiten auf den angeblichen Abgang des Jens von Wichtingen etwas stutzig: seine verlassenen Volksgenossen zeigen Bedauernd und nicht Hass, seine stets bekämpften „Dhimmies“ nach eigenem Bekunden „großen Respekt“, so als ob er eine schwere Entscheidung mit weltweiten Auswirkungen getroffen hätte.

Diese mentale Einigkeit beider Lager ist jedoch nicht zufällig, sondern könnte darauf hindeuten, dass diese beiden durchaus auch eine prinzipielle Einigkeit und Gleichheit haben: Es sind und bleiben schließlich Fanatiker. Im Geiste eben Freunde.

Ich weiß nicht, was unheimlicher ist. Die geistig impotenten von PI oder die Kunstmoslems.

November 9, 2007

Jens von Wichtingen, Capetown/South Africa

Gespeichert unter: Jens von Wichtingen — dmytrykv @ 2:30 Uhr vormittags

Jens von Wichtingen, der “Aussteiger” bei den politisch Impotenten des Hasspredigerblogs “Politically Incorrect” droht wieder.

Während seine Kameraden von PI sich erstaunlich moderat zu seinem Verrat äußern - zumeist klingt es eher wie bedauernde Stellungnahmen zu einem Mutterschaftsurlaub - zollen die “Dhimmies”, also seine früheren Gegner, ihm laut eigenen Aussagen “Respekt” für seinen Schritt. Das klingt schon fast wie die Schindler-Story.

Seinen wahren Charakter zeigt Jens von Wichtingen jedoch immer hinter vorgehaltener Hand: Nachdem in meinem früheren Blog politicallyverreckt.blogger.de gerade einmal über ihn berichtet wurde, überhäufte er meinen ehemaligen Bloghoster Dirk Olbertz mit Droh-Emails. Als das nichts nutzte, schickte er nur zwei Tage nach nach seinem angeblichen “Abschwören” von PI seine “Anwälte” auf Herrn Olbertz.

Nun, jetzt ist der alte Blog zwar geschlossen, aber viele neue sind in der Vorbereitung, denn ich denke, daß Jens von Wichtingen - der in der Vergangenheit ja geradezu “extrovertiert” immer zwanghaft die Öffentlichkeit suchte - sich nicht einfach von seiner jüngsten Vergangenheit lösen und den Heiligen spielen kann.

Dazu möchte ich meinen Beitrag leisten.

November 8, 2007

Saulus von Wichtingen

Gespeichert unter: Jens von Wichtingen — dmytrykv @ 6:11 Uhr vormittags

Sucht man Jens von Wichtingen im Netz via Suchmaschine, wird man nur unzureichend fündig: seine berühmte Falle, in die Ministerin Manto erfolgreich hineintappte und die ihn bis in den Spiegel Online brachte. Sicherlich ein gelungener Coup für den “extrovertierten” Jens. (Ob dies dem Kampf gegen Aids tatsächlich genutzt hat, wage ich zu bezweifeln. Sei’s drum, damals fand ich die Aktion gut, weil ich nicht ahnte, daß dies bewußt von ihm herbeigeführt und m.E. keine echte Spontanaktion war.) Danach kommen nur harmlose Einträge über Hotels und andere Sinnlosigkeiten des täglichen Lebens von ihm, sieht man einmal von seiner Sprachenschule “Capestudies” ab. Kaum irgendwelche Einträge über seine Aktivitäten in dem Hasspredigerblog PI.

Ich habe mich in den vergangenen Tagen gefragt, wer Jens von Wichtingen eigentlich (in Wahrheit) ist, denn einerseits mimt er seit dem 5.11.2007 den reuigen Sünder, der alles Schlechte konsequenzenlos hinter sich läßt, andererseits hat er noch fleissig bis schätzungsweise zum 4.11.2007 meinen Bloghoster mit Drohungen in bester PI-Manier überschüttet, die an Absurditäten nicht mehr zu überbieten waren und sich noch nicht einmal entblödet zu behaupten, meine Screenshots seien eine Urheberrechtsverletzung seiner Fotos.

Jetzt plötzlich ist er ein “guter” Mensch geworden - im verleumderischen PI-Slang also plötzlich zum “Gutmenschen” mutiert. Völlig unabhängig vom realistischen Gehalt dieser Entwicklung finde ich dabei zwei Dinge interessant:

die erstaunlich milde Beurteilung seiner neuen Persönlichkeit durch seine bisherigen Kameraden und

die geradezu begeisterte Aufnahme durch die von PI verunglimpften “Dhimmies” (”Moslemfreunde” oder Konvertiten etc.)

Irgendwie kommt mir seine ganze Entwicklung dubios vor, und ich kann mich gerade wegen dieser beiden obigen Eindrücke nicht des eigenen erwehren, daß seine Wandlung vom Saulus zum Paulus vielleicht ökonomische Gründe haben könnte:
Jens von Wichtingen hat jahrelang aus dem Hintergrund und der seiner Meinung nach sicheren Wohnortes Kapstadt/Südafrika gewirkt.

Nie ist ein böses Wort über ihn in Suchmaschinen erschienen. Jetzt plötzlich reden mehr Leute über ihn und seine vergangenen Machenschaften (auch dieses Prangerblog), der Schaumschläger Schack droht ihm mit Aktionen, die er offensichtlich nicht durchführte - genausowenig wie von Wichtingens angedrohte Aktionen gegen ihn. Alles ein kleiner dümmlicher Kindergarten, aber mit einer kleinen Öffentlichkeit und vergänglichen, aber auffindbaren Informationen über Person und Taten.
So etwas ist für ein Business wie eine Sprachschule nicht gut, es sei denn, sie spezialisisert sich auf rechtsradikale Kunden.

Ich habe mir daraufhin die “Confessions” von Jens von Wichtingen näher angesehen. (Bitte verschonen Sie mich diesmal mit “Urheberrechtsverletzungen” Ihres Textes, Herr von Wichtingen. Es handelt sich hier um legal verwendete Zitate, die Sie ins Netz stellten.)

“Ich habe einen Fehler gemacht”, bekennt er. Nun, jeder macht Fehler.
“Ja ich gebe es zu: ich habe als Autor bei PI Artikel geschrieben, die ich heute nicht mehr schreiben würde. Ich habe viel zu spät bemerkt, dass ich mit meinen Artikeln nicht dazu beitrage, unsere Welt besser zu machen – im Gegenteil.
Ich hätte viel eher merken sollen, dass ich nicht das Richtige tue. Dies tut mir leid.”

Ja, dies erscheint uns strafrechtlich wie moralisch der richtige Weg: Selbsterkenntnis. Reue.

“Die Frage nach dem Warum: ich war enttäuscht von den Massenmedien, die ich sehr wohl als gleichgeschaltet oder zumindest nicht mehr als unabhängig bezeichnen würde. Sensibilisiert durch eine Jugend in der DDR und den Medien dort. (…)”

O pleeeze! Muß das jetzt sein? Die Anderen sind also wieder einmal Schuld. Die soziale Umgebung, die Umstände, die böse DDR.
Der alte Herr von Wichtingen hätte noch vor kurzem einen sich auf solche Argumente berufenden Moslem eiskalt abgeurteilt, nehme ich an.
Es folgen leere Sätze, die man sich hätte sparen können.

Dann plötzlich der Vergleich mit einer Sekte, den er dann doch nicht selbst heranziehen würde. Die Mitgliedschaft bei PI nur, weil er habe “aufrütteln zu müssen.”

Und sehr wichtig: “(…) was die anderen Autoren von PI antreibt. Dies sind keine schlechten Menschen. Aber sie fühlen sich berufen, zu schreiben, aufzurütteln. Aus ihrer Sicht.”

Man könnte sich jetzt sagen, daß dies ehrenvoll sei: Er distanziert sich von der Sache, nicht jedoch von seinen Kameraden.
Mir persönlich treibt dies das Mittagessen hoch. Wie kann man die Sache (Hass) von den Menschen (die ihn bewußt betreiben) trennen?

“Wie mit PI umgehen? Weiss ich nicht, ich bin kein Medienexperte.”
Eben noch PI-Autor und Freizeit-”Journalist”, jetzt plötzlich blutiger Laie.

“Vielleicht könnte man einen Gegenblog zu PI installieren, der dann mit einem positiven, lebensbejahenden, interkulturellen Ansatzpunkt über die existierenden Probleme schreibt. Ich weiss es nicht.” Natürlich nicht, schließlich würde das mindestens soviel Engagement und Arbeit bedeuten wie vorher bei PI. Und womöglich doch noch echten Hass der alten Kameraden hervorrufen.

“Man darf PI aber auch nicht überbewerten. Es ist ein Blog. Weiter nichts.”
Richtig. War doch alles nicht so schlimm. Alles nur harmlose Frotzeleien. Und jetzt sind alle wieder Freunde und trinken ein Bier zusammen.

“(…) Ich verabschiede mich aus der Blogerszene. Es war ein kurzes, intensives Erlebnis. Noch einmal möchte ich mich bei allen entschuldigen, die ich verletzt habe. Es tut mir wirklich und aufrichtig leid.
Jens v. Wichtingen, Kapstadt am 05.11.2007″

Solange man kein eigenes Leid erfahren hat, ist man vermutlich auch nicht unbedingt in der Lage, begangene Schändlichkeiten auch im Nachhinein zu beurteilen. Was, wenn z.B. eine Hasstruppe wie PI sich um Jens und seine Familie so gekümmert hätte wie sie es täglich auf Herres Plattform tun? Wenn sie ihn gegen seinen Willen auf der Straße mit seinem Adoptivsohn fotografiert und ihn sowie seinen Lebenspartner Daniel Stemming beschuldigt hätte, als schwules Pärchen pädophile Ziele zu verfolgen? Richtig, dies wäre schändlich und widerwärtig. Dies ist jedoch genau die Art von PI, und genau dort hat von Wichtingen seine Energie eingesetzt und genauso wie der Rest dieser Truppe Hass und Verleumdung betrieben.

Nein, ich maße mir nicht an, den deutschen Gastarbeiter Jens abzuurteilen, dafür ist er mir auch nicht wirklich wichtig, und ich begrüße es genauso wie diese taktierenden “Dhimmies”, daß er angeblich diesem xenophoben Unsinn abschwören will. Aber irgendwie kommt er mir vor wie ein zum ersten Mal erwischter Ladendieb, der den Kaufhausdetektiv nun davon überzeugen will, ihn nach jahrelangen erfolgreichen Diebstählen laufenzulassen, weil er plötzlich das eigene Risiko erkannt hat.

Für mich hat sich von Wichtingen nicht mit seiner halbherzigen Distanzierung reingewaschen. Möge er in Frieden ziehen. Aber seine Vergangenheit sollte er mitnehmen. Diese ist für einige Zeit im Netz dokumentiert.

November 6, 2007

Saulus Paulus

Gespeichert unter: Jens von Wichtingen — dmytrykv @ 6:00 Uhr vormittags

Eines muß man dem Menschen lassen: Er kann sich ändern.

Grausamste KZ-Wächter können sich in der Nacht zum 8. Mai 1945 in hilflose Opfer der NS-Diktatur verwandeln, die nur Befehle befolgten, weil sie es unter permanenter Androhung der Todesstrafe mussten. Diktatoren zeigen Reue, indem sie freiwillig mit dem zusammengerafften Milliardenvermögen ins Exil gehen, sobald sie vertrieben wurden. Und Hassprediger werden über Nacht zu Helden, wenn ihnen der Boden zu heiß wird.

Anfang der Woche wandelte sich Jens von Wichtingen vom Saulus zum Paulus. Er gehörte nach meinen wenigen Informationen zum engsten Kreis der Betreiber/innen der Hasspredigerseite PI und wendet sich nun nach eigenen Angaben, zwar nicht mit Abscheu, aber durch Einsicht, “einen Fehler gemacht” zu haben, von PI ab. Dies lässt er dann auf der Seite von Ramon Schack aus – den ich persönlich, offen gesagt, auch für etwas dubios halte, da der ganze Verlauf und sein Verhalten nach seinem bloggersdorfhaft-legendären Interview mit dem Hassprediger einen bemerkenswerten Zickzackkurs (andere würden vielleicht Schleimkurs dazu sagen) genommen hat. Egal, was soll’s.

Im Flugzeug, noch nichts von v. Wichtingens angeblichem Kurswechsel ahnend, las ich ein Editorial im Wall Street Journal, der mich in diesem Zusammenhang sofort an PI erinnerte – und an geistige Brandstiftungen: Es handelte sich um einen Artikel, der sich in typisch anglo-amerikanischem Stil ganz trocken und sachlich mit der momentanen Hasswelle in Italien gegen Rumänen (zu denen auch Sinti, Roma u.a. gerechnet werden) auseinandersetzt und zu dem Schluß kommt: “Being Romanian cannot suddenly become a crime in Italy.”

Das ist meiner bescheidenen Meinung nach die zentrale Botschaft – und genau diese, lediglich in “Der Moslem” umformuliert hat PI immer verbreitet, verbreitet sie noch und wird sie auch in Zukunft verbreiten. Die “Rumänen” Deutschlands sind “die Moslems”, “die Fremden”, “die Ausländer”.

Im Zweifel waren die hassübersäten Ausländer immer Moslems, aber im Notfall war das auch völlig egal, wie man bei PI im Falle der gejagten 8 Inder vor einigen Monaten sehen konnte. Der PI-Duktus damals unterschied sich m.E. kaum von dem der deutschen Neonaziszene. Gleichwohl ist dies im wesentlichen aber auch egal, denn im Gegensatz zu Stefan Niggemeier, der in PI lediglich eine “islamfeindliche” Seite zu erkennen glaubt, aber offenbar nicht erkennen will, dass PI grundsätzlich xenophob ist und nur auf der im Gegensatz zum jahrelangen Misserfolg “Ausländer” jetzt Dank 9/11 auf den erfolgreichen Ansatz “Moslem” setzt. Der leidenschaftliche und kranke Hass auf PI hat für mich schon richtig bizarre Züge, wenn man sich die m.E. pervers-lüsternen “Artikel” und vor allem die zügellosen Kommentare dort ansieht.

Und Jens von Wichtingen hat über eine lange Zeit dabei mitgemacht.

Wer ist Jens von Wichtingen nun wirklich?

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