hübsch häßlich

November 11, 2007

Und willst du nicht mein Freund sein …

Gespeichert unter: Fanatiker, Jens von Wichtingen, Stefan Herre — dmytrykv @ 3:29 Uhr nachmittags

… so bist du mein Feind!

Nachdem ja nun Jens von Wichtingen die Selbsträcher unter ihren Führer Stefan Herre angeblich verlassen hat und deswegen von den Selbstgerechten heftig mit Respekt umworben wird, hatte ich gestern mal die Kommentarfunktion eingeschaltet, um einfach mal zu sehen, was die Leute so zu sagen haben.

Keine Überraschungen: die üblichen Morddrohungen der braunen Schwachsinnigen aus dem Lager der Selbsträcher und die üblichen dümmlichen Beleidigtensprüche aus dem Lager der Kunstmoslems. Oder war’s umgekehrt? Egal, Fanatiker sind eh alle gleich.

Rührend fand ich insbesondere einen “Kommentar”, der mir versicherte, man hätte bereits eine Unterstützerwelle wegen der Schließung des alten Blogs organisiert gehabt, aber jetzt wolle man mir nicht mehr helfen, weil ich die moslemische (?) Bewegung “verraten” hätte. (Seltsam, ich kann mich gar nicht erinnern, jemals bei den Selbstgerechten Mitglied gewesen zu sein …)
Bin ich jetzt so eine Art “von Wichtingen”?

Das hat mich natürlich tief betroffen gemacht, schließlich gab es die letzten Betroffenheits-Lichterketten ja vor bestimmt 15 Jahren …

Ich werde jetzt ganz traurig sein.

November 10, 2007

Deutsche Fanatiker

Gespeichert unter: Fanatiker, Jens von Wichtingen, Stefan Herre — dmytrykv @ 6:16 Uhr vormittags

Menschen sind die vermutlich bizarrsten Lebewesen auf dieser Welt.
Vielleicht weil sie zur Kunst fähig sind.

Genausowenig wie man religiöse, aber auch politische Hassprediger begreifen kann, so habe ich auch Probleme, solche künstlichen „Moslems“ zu verstehen. Kunstmoslems, möchte ich sie mal nennen. Diese selbsternannten Kämpfer für die gerechte Sache (nämlich der Freiheit zur islamischen Religionsausübung) kommen mir mehr als seltsam vor. Einerseits verteidigen sie den Islam als friedfertige Religion (Eine solche gibt es m.E. nicht – alle Religionen sind qua ihres geistigen Herrschaftsanspruches gewaltsam.) als so genannte „Dhimmies“, andererseits faseln sie alle Nase lang irgendwelche arabischen bzw. islamischen Gebetssprüche von sich.

Keiner derjenigen Moslems, die ich persönlich kenne, haben derlei fanatische Züge, dass sie ständig den Koran aufsagen würden. Nur einer von ihnen hat überhaupt schon mal eine Moschee in seinem Leben betreten. Zwei fasten alle paar Jahre einmal, wobei ich den Eindruck habe, dass es ihnen dabei in erster Linie um Diät geht …

Und keiner von ihnen möchte sich vor den Karren eines (Ex-)Christen spannen lassen, um als „guter“ oder „böser“ Moslem missbraucht zu werden. Und alle betrachten diese „runden Tische“ und „Islamgipfel“ in Deutschland mit großem Misstrauen – zu recht, denn die dort von Dr. Seltsam Schäuble eingeladenen „Vertreter“ hat niemand von ihnen gewählt oder ernannt, geschweige denn kennt sie. Das ist in etwa so, als würde ich in meiner Freizeit ein Blog betreiben und eines Tages taucht jemand auf, der sich als Präsident der Blogger bezeichnet und angeblich für mich spricht. Sowas ist für mich Stefan Herre-Denke, der sich in feuchten Träumen wälzt.

Wir erraten es: Es sind natürlich wieder die „besseren“ Moslems, d.h. Deutsche, die zum Islam konvertierten, weswegen auch immer. So wie der Deutsche natürlich die bessere Pizza produziert, so übt er natürlich auch den Islam besser aus. Das geht dann sogar so weit, dass sich eine junge deutsche Frau ein Kopftuch aufsetzt, obwohl dies angeblich nirgends im Koran zu finden ist. Aber wie wir ja wissen, basteln sich alle religiösen Fanatiker gerne ihre eigenen Interpretationen aus ihren jeweiligen Heiligen Schriften.

Wie erwähnt, machte mich die seltsame Reaktion beider Seiten auf den angeblichen Abgang des Jens von Wichtingen etwas stutzig: seine verlassenen Volksgenossen zeigen Bedauernd und nicht Hass, seine stets bekämpften „Dhimmies“ nach eigenem Bekunden „großen Respekt“, so als ob er eine schwere Entscheidung mit weltweiten Auswirkungen getroffen hätte.

Diese mentale Einigkeit beider Lager ist jedoch nicht zufällig, sondern könnte darauf hindeuten, dass diese beiden durchaus auch eine prinzipielle Einigkeit und Gleichheit haben: Es sind und bleiben schließlich Fanatiker. Im Geiste eben Freunde.

Ich weiß nicht, was unheimlicher ist. Die geistig impotenten von PI oder die Kunstmoslems.

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